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Blue Angel #5 - Lead Solo  © R.KyselaDas gesamte Display der BLUE ANGELS ist sehr dynamisch aufgebaut, d.h., Formationsmanoever wechseln sich mit den Vorfuehrungen der Solisten stetig ab. Langeweile oder Unterbrechungen gibt es nicht. Waehrend die einen sich weit ab vom Publikum formieren, unterhalten die anderen in der Zwischenzeit die Zuschauer. Man muss schon staendig auf der Hut sein, will man bei der Vofuehrung der BLUES nicht ueberascht werden. Besonders die Solisten sorgen immer wieder fuer Spannung.
Der Lead Solo, die #5, startet nach der Hauptformation, wobei er sofort nach dem take off mit ausgefahrenen Fahrwerk eine Rolle fliegt. Zu guter Letzt startet die #6, der Opposing Solo. Mit eingezogenem Fahrwerk haelt er die Maschine tief ueber der Startbahn,  um dann steil hochzuziehen und damit die enorme Steigleistung der F/A-18 Hornet zu demonstrieren.

Blue Angel #5 & #6  © R.Kysela Die Solos fliegen nicht nur Crossingmanoever gegeneinander sondern auch in verschiedenen Fluglagen neben-, ueber-, unter-, sowie hintereinander. Dabei werden die Staerken der F/A-18 Hornet voll ausgespielt. Bei einem eng geflogenen horizontalem Vollkreis wird der #5 Lead Solo mit ca. 7,5 G in seinen Sitz gepresst. Im krassen Unterschied zu den Formationsvorfuehrungen werden die Solomanoever sehr aggressiv geflogen, d.h. Rollen, Breaks werden abrupt eingeleitet. Wie im Kapitel FORMATIONEN bereits besprochen, vereinen sich die Solos auch immer wieder mit der Hauptformation, um sich nach einem gemeinsamen Manoever ( z.B.: DELTA LOOP ) wieder zu trennen. Bezeichnenderweise gibt es stets einen kleinen ( nicht ernst gemeinten ) Konkurrenzkampf zwischen den Solopiloten und den anderen BLUE ANGELS. Beide bezeichnen den jeweilig anderen als “Pausenfueller” zwischen den eigenen Displays. Dass dem natuerlich nicht so ist, versteht sich von selbst. Da aber ein Pilot des Top-Teams der US-NAVY ueber ein ausgepraegtes Ego verfuegen muss, liegen solche Einschaetzungen in der Natur der Sache. Dass es aber keine echte Konkurrenz gibt und geben darf, liegt zum einen an der Professionalitaet dieses Teams zum anderen aber auch daran, dass ein Konkurrenzdenken in dem Job nur toedlich sein kann.

Sneak Pass   © R.KyselaDas fuer den Zuschauer sicherlich spektakulaerste Manoever ist der sogenannte SNEAK-PASS, wobei der Lead Solo, die #5, seine Maschine fast bis auf Schallgeschwindigkeit beschleunigt und in einer Hoehe von knapp unter 100 m am Publikum vorbeidonnert. Dabei kann man gut die Randabloesungen an den Tragflaechen, bzw. am Unterrumpf der Hornet erkennen, welche durch die hochkomprimierte Luft entstehen. Bei klarer Luft und mit etwas Glueck erkennt man sogar die Schockwelle, wie auf dem Foto unten Mitte zu sehen ist. Die Wendigkeit und Leistung der F/A-18 Hornet ist sicherlich mit ein Grund, warum die Solovorfuehrungen an Dynamik kaum zu ueberbieten sind. Zusammen mit den stimmigen Formationen ergiebt das gesamte Display der BLUE ANGELS eine ueber 40-minuetige Show die jeden Zuschauer in ihren Bann zieht. Von Anfang bis zum Ende perfekt inszeniert zeigen die BLUES wo es lang geht. Dass dahinter eine Menge Arbeit aber auch ein professionelles Team steht, bekommt der Zuschauer kaum mit. Nicht nur die Leistung des Einzelnen, sondern die Arbeit von ueber 100 Frauen und Maennern steckt dahinter.

Robert Kysela / managing editor

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Release 1.0/2012