RK0809CAPE020_HMSLiverpoolAfrikas groesste Luftfahrt – und Ruestungsausstellung , die African Aerospace & Defense wurde zum wiederholten Mal auf der Ysterplaat Air Force Base in Kapstadt abgehalten. Mit dem beruehmten Tafelberg im Hintergrund und einer Vielzahl an Attraktionen am Boden und in der Luft ist dieses Event zumindest 2008 schwer zu ueberbieten. Aufgrund der zu erwarteten grossen Anzahl an Highlights (zumindest in den Augen Europaeischer Besucher) und dem Anreiz, dem anhaltend schlechten Wetter der noerdliche Hemisphaere zu entkommen, machte sich unser Team auf den Weg zum Kap der Guten Hoffnung. Am 17. Sept. begann die AAD 2008 mit der offiziellen Eroeffnung sowie der Zeremonie zur Indienststellung der ersten vier Saab JAS 39 Gripen der SAAF (South African Air Force) gefolgt von drei Fachbesuchertagen und zwei Tagen Airshow. Zusaetzlich zu den Aktivitaeten auf der Ysterplaat AFB konnte man am Hafen von Kapstadt (Waterfront) noch ein U-Boot der Sued Afrikanischen Marine (209er Klasse, SAS Charlotte Maxeke), eine hochmoderne MEKO Fregatte (SAS Mendi) sowie als besonderen Gast einen britischen Zerstoerer des Typs 42, die HMS Liverpool besuchen.

SF08AAD102_APCAn den Fachbesuchertagen hatte man die Moeglichkeit , die Errungenschaften der Sued Afrikanischen Ruestungsindustrie aber auch der Internationalen Aussteller in aller Ruhe zu begutachten. Das komplette Messegelaende war mit ueber 400 Ausstellern aus ueber 25 Laender sehr gut besucht, was sich auch an dem grossen Interesse besonders an den Fachbesuchertagen wiederspiegelte. Die Ysterplaat AFB blickt auf eine lange fliegerische Tradition zurueck. Gegruendet im Jahr 1929 als ziviler Flughafen mit dem Namen Maitland wurde dieser aber im II. Weltkrieg von der SAAF uebernommen und in Air Force Station Brooklyn umgetauft. Hauptsaechlich wurden dort Wartungsarbeiten fuer diverse Tainer – und Einsatzmaschinen durchgefuehrt. Im Jahr 1949 wurde die AFS dann in AFS Ysterplaat umgetauft und 1968 in Air Force Base (AFB) Ysterplaat umbenannt. Diese Basis sollte in 2003 aufgrund von Kuerzungen im Verteidigungshaushalt geschlossen werden, allerdings entschloss man sich aufgrund der guenstigen Lage sowie besonderen Qualifikation der auf der Basis stationierten Einheiten diesen Schritt nochmals zu ueberdenken.

SF08AAD006_C47Zur Zeit sind auf der AFB Ysterplaat mehrere Einheiten stationiert unter anderem auch die No. 35 Sqn, welche mit der einzigartigen Douglas CP-47TP Dakota ausgestattet ist. Die Geschichte der Douglas DC-3 sowie ihrer militaerischen Derivate, der C-47 Dakota ist hinlaenglich bekannt, unnoetig zu erwaehnen, dass es sich dabei um eines der wichtigsten Flugzeuge der Alliierten im II Weltkrieg gehandelt hat und dass die DC-3 das Wesen der zivilen Luftfahrt nachhaltig veraenderte. Dass diese Maschine nach 73 Jahren immer noch im Dienst einer Luftwaffe ist, zeigt vor allem das enorme Potential und vor allem die Qualitaeten die in der Dakota stecken. Der grosse Unterschied zu den originalen C-47/DC-3 und der von der SAAF immer noch verwendeten Variante ist die Motorisierung letzterer mit Pratt & Whitney PT6A Turboprop-Triebwerken. Die hervorragenden Qualitaeten der C-47 wurden damit technisch auf einen aktuellen Stand gebracht. Natuerlich mussten dafuer einige Veraenderungen durchgefuehrt werden, so musste unter anderem der Rumpf verlaengert werden, um den durch den Triebwerksumbau verlagerten Schwerpunkt auszugleichen.

Die Turbo-Dak, wie sie auch liebevoll genannt wird, ist ein Zeichen des Einfallsreichtums aber auch der Unabhaengigkeit (bedingt durch die lange Zeit des Boykotts) der Sued Afrikanischen Ruestungsindustrie. Die neuen Triebwerke verleihen der Dakota nicht nur eine erheblich bessere Leistung, sondern reduzierte auch den Spritverbrauch bzw. ermoeglichen den Technikern auch eine einfachere Wartung (das gleiche Triebwerk wird auch in der PC-9 der SAAF verwendet). Der allgemeine Resonanz von Seiten der Piloten ist aeusserst positiv. Gerade fuer militaerische Operationen auf dem Afrikanischen Kontinent ist die C-47 TP wie geschaffen . Ihre sprichwoertliche Zuverlaessigkeit, extrem kurze Take off Zeiten, ihre aeusserst leises Geraeuschprofil, sowie ihr hervorragendes Handling verleihen diesem Muster einen legendaeren Ruf. Unzaehlige Flugzeugenthusiasten sehen dass genauso, wenn auch aus einer anderen Perspektive: die enorme Agilitaet, ein Abheben des Hecks bei stehender Maschine (durch die enorme Schubkraft der P&W Turbinen hebt sich das Heck bei voll angezogenen Bremsen vom Boden weg) sowie ein Vorbeiflug mit nur einem Triebwerk inklusive Steigflug begeistert Alt und Jung auf jeder (Sued Afrikanischen) Airshow. Im Dienste der SAAF versieht die C-47TP eine ganze Reihe an Aufgaben. Vom leichten Taktischen Transporter ueber Maritime Seeaufklaerung bis hin zum ELINT-Aufklaerer spannt sich das Repertoire dieser Maschine.

SF08AAD055_RooivalkDie Beschaffung neuer Einsatzmuster fuer die Sued Afrikanische Luftwaffe war bis Anfang / Mitte der 90er Jahre, bedingt durch die politischen Gegebenheiten aeusserst schwierig. Auch nach dem Ende der Apartheidpolitik wurde die Lage nicht unbedingt einfacher. Zwar wurden die Boykottmassnahmen der Int. Gemeinschaft relativ schnell aufgehoben, doch fehlte es jetzt vor allem am noetigen Kleingeld. Eigenentwicklungen wie z.B. die DENEL AH-2 Rooivalk hatten und haben es schwer, sich auf dem Markt zu behaupten. Der Rooivalk ist ein schwerer Kampfhubschrauber im wahrsten Sinn des Wortes und wurde nicht nur zur Infanteriebekaempfung entworfen, sondern auch um feindliche Truppentransporte und Kampfpanzer zu bekaempfen. Im Vergleich mit adaequaten Mustern, wie dem amerikanischen Apache Longbow schneidet der Rooivalk sehr gut ab. Er verfuegt nicht nur ueber eine bessere Steigrate, sondern auch ueber eine hoehere Geschwindigkeit , eine groessere Reichweite sowie eine aehnliche Waffenzuladung wie sein amerikanischer Pendant.

Nichts desto trotz ist die SAAF bis dato der einzige Abnehmer dieses potenten Kampfhubschraubers – die Tuerkei hat sich erst vor kurzem gegen den Rooivalk und fuer den kleineren Agusta Mangusta entschieden, eine Entscheidung die dem Rooivalk wie ein Mank anhaftet. Das Flugwerk des Rooivalk basiert auf dem Oryx, der seinerseits aus dem Aerospatiale SA 330 Puma entwickelt wurde. Angetrieben wird er von zwei Turbomeca Makila Turbinen mit einer maximalen Startleistung von 4000 WPs. Als Primaerbewaffnung dient eine 20mm F2 Kanone (mit einem 700 Schuss Magazin) sowie einer Vielzahl an Lenkwaffen (Mokopa Panzerabwehr Lenkwaffen, Mistral Luft/Luft Raketen, sowie ungelenkten 70mm FFAR Raketen). Allerdings ist die Avionik des Rooivalk nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand der Technik, weitere Upgrade in diesem Bereich wuerden mit Sicherheit die Absatzchancen dieses Kampfhubschraubers erhoehen, die Gesamtkosten fuer eine fortlaufende Entwicklung bzw. Weiterentwicklung sowie die starke Konkurrenz aus den USA, Europa aber auch aus Russland sind genau das Problem der Sued Afrikaner. Fuer Flugzeugenthusiasten steht aber eindeutig fest: der Anblick gepaart mit dem markanten Sound und die enorme Agilitaet dieser Kampfmaschine ist atemberaubend. Aus unserer Sicht koennen wir nur hoffen, dass man diese Maschine auch irgendwann ausserhalb Sued Afrikas sehen wird.

RK0809AAD4155_OryxDie Atlas Aircraft Corporation (welche von der DENEL Aviation uebernommen wurde) war fuer die Entwicklung des Oryx Helikopters (basierend auf dem SA 330 Puma) verantwortlich. Dessen Leistungsspektrum ist aehnlich dem des Super Puma, welches den Oryx zu einem der besten Mittelklasse Helikopter macht. Der original Puma ist an sich schon eine sehr leistungsfaehige Maschine, durch den Einbau der wesentlich staerkeren Topaz/Makila Turbinen anstelle der originalen Turbomeca Turmo C IV konnte die Gesamtleistung des Hubschraubers erheblich gesteigert werden. Weiters wurde die Zelle verstaerkt sowie das Gewicht durch die Verwendung von Verbundwerkstoffen reduziert, welches wiederum die Flugcharakteristik erheblich verbesserte (erhoehte Reichweite, groessere Transportkapazitaet, bessere Steigrate sowie mehr Sicherheit speziell bei Ausfall eines Triebwerkes). Der Oryx wird bei der SAAF vielfaeltig eingesetzt, neben reinen militaerischen Transportaufgaben wird er fuer Rettungseinsatze auch maritimer Natur (der Oryx verfuegt ueber eine abnehmbare Schwimmereinheit, welche ihm erlaubt auf Wasser zu landen), Katastropheneinsaetze sowie zur Brandbekaempfung verwendet. Die aeusseren Unterschiede zum Puma sind wie folgt: aufblasbare Schwimmereinheit, eine vergroesserte Bauchflosse, modifizierten Lufteinlassfilter, ein verlaengertes Heckteil sowie eine hydraulische Winde.

RK0809AAD2077_JAS39Eines der vorgefuehrten Flugzeuge der SAAF (und deren neueste Errungenschaft) ist ein alter Bekannter, zumindest fuer Europaeische Besucher. Die Rede ist von der Saab/BAe JAS 39 Gripen. Die Gripen ist ein Kampfflugzeug der neuesten Generation und verfuegt wie ihre Mitbewerber , die AMD Rafale, der EF2000 Typhoon, oder die Boeing F/A-18 Super Hornet ueber ein breites Einsatzspektrum und ueberragende Flugleistungen. Ein grosser Vorteil dieser schwedischen Entwicklung ist ihr hohes Potential an Upgrademoeglichkeiten, ein ganz entscheidender Faktor in einer Zeit, wo staendig steigende Kosten und dauernde Kürzungen im Verteidigungshaushalt dafuer sorgen, dass jedes neue Muster voraussichtlich einige Jahrzehnte im aktiven Einsatz bleiben muss. Die Gripen wurde am 17. September 2008 formell in Dienst gestellt, wobei bis zu diesem Zeitpunkt gerade mal vier Maschinen ausgeliefert worden sind (JAS-39D). Der aktuelle Beschaffungsplan umfasst 17 Einsitzer (JAS-39C) sowie 9 Doppelsitzer (JAS-39D). Alle Maschinen sollen bis spaetestens 2012 ausgeliefert werden.

Die Gripen ersetzt die in Sued Afrika aeusserst populaere DENEL Cheetah, welche bereits im April diesen Jahres ausser Dienst gestellt wurde. Die Zeit wird zeigen, ob die Gripen ebensolchen Kult-Status erlangt, wie es ihr Vorgaengermodell hatte. Die technischen Daten der Gripen sind beeindruckend und erklaeren auch ihre breites Einsatzspektrum. Angetrieben wird die JAS-39 von einem General Electric Volvo Flygmotor RM12 mit einer Schubkraft von 18,000lb. Sie verfuegt ueber ein leistungsfaehiges Ericsson PS-05/A Radar und kann bis zu 7000 kg an Aussenlasten mitnehmen. Sie ist in der Lage von normalen Strassen aus zu operieren und ist mit ihren niedrigen Betriebskosten im Vergleich zu vielen ihrer Mitbewerber eine lohnende Investition. Um die Anzahl der notwendigen Flugstunden pro Maschine niedrig zu halten, aber auch um dem Piloten den Umstieg auf den Hochleistungsjet zu vereinfachen, wurde zusaetzlich zu den Gripen die modernste Version des BAe Hawk T.Mk120 LIFT (Lead in Fighter Trainer) beschafft.

SF08AAD022_737Waehrend der offiziellen Airshow am Wochenende wurden aber nicht nur Militaerflugzeuge gezeigt, sondern man kam auch in den Genuss einige seltene und vor allem atemberaubende Vorfuehrungen ziviler Maschinen und Aerobaticteams zu sehen. Allen voran natuerlich die Vorfuehrung zweier Boeing 737 der SAA Cargo. Dieses einmalige (und einzigartige) Formationsdisplay war mit Sicherheit eines DER Highlights der Show. Beide Maschinen flogen in sehr enger Formation und zeigten dabei einige interessante Manoever untern anderem einen geradezu spektakulaeren Break. Geflogen wurden die Maschine (737-300F sowie 737-200F) von Scully Levin und Pierre Gouws. An dieser Stelle moechten wir uns stellvertretend fuer die zig-Tausend Zuschauer bei den beiden Piloten sowie der SAA Cargo einfach bedanken, dass sie dieses grossartige Display moeglich gemacht haben.

RK0809AAD6193_A340Ein weitere Airliner wurde bei seiner Vorfuehrung vom offiziellen Kunstflugteam der SAAF, den Silver Falcons begleitet. Der Airbus A340-600 der South African Airways flog in enger Formation mit vier Pilatus PC-7 in grossem Bogen um die AFB Ysterplaat – ein wahrhaft majestaetischer Anblick, besonders mit dem Tafelberg im Hintergrund. Nach dem Break gab es auch noch ein Solodisplay mit Touch-n-go des riesigen Airbus. Seine Groesse wurde aber noch von einem anderen Airliner uebertroffen, dessen Vorfuehrung nicht geplant war. Eine private Boeing 747-400 (Kingdom Holding / Saudi Arabien) zeigte neben ein paar tiefen Ueberfluegen ebenfalls einen simulierten Landeanflug. Diese Maschine wird demnaechst durch eine brandneue Airbus A380 abgeloest, die ihr damit auch den Rang, des groessten Flugzeuges, welches sich jemals im Privatbesitz befindet, bzw. befand streitig macht.

MB08AAD025_ Die Airshowszene in Kapstadt waere nicht komplett, wann man nicht die Maschinen von Thunder City dabei haette. Diese grandiose Sammlung von Jets aus den 60er Jahren beinhaltet die einzigen weltweit noch flugfaehigen English Electric Lightning sowie BAe/Blackburn Buccaneer. Die Lightning war aufgrund ihrer Konstruktion mit zwei uebereinander angeordneten Rolls Royce Avon Triebwerken einzigartig. Aufgrund ihrer enormen Steigleistung war sie ueber Jahre hinweg das Rueckgrad der RAF im Kalten Krieg. Genau dafuer wurde sie gebaut. Die Entwicklungsarbeiten begannen bereits 1947 unter der Leitung von W.E.W. Petter. Der Prototyp, die P.1 flog am 4. August 1954 und erreichte bereits bei ihrem Jungfernflug Mach 1.2! Auch wenn die weitere Entwicklung bis zum Einsatz dieses neuen Musters von Problemen begleitet wurde (welche groesstenteils durch Fehlentscheidungen und Missmanagement der offiziellen politischen Stellen verursacht wurden), entstand ein fuer die damalige Zeit extrem leistungsfaehiger Abfangjaeger, dem leider ein groesserer Exporterfolg verwehrt blieb. Bis auf Saudi Arabien und Kuwait blieb die Lightning der RAF vorbehalten.

RK0809AAD3022_LightningIhr groesstes Manko war ihre fehlende Mehrzweckrolle. Selbst die letzte und leistungsfaehigste Variante, die F.Mk.6 war ein reiner Abfangjaeger, mit Sicherheit ein, wie man im englischsprachigen Raum sagt „Pilot`s Aircraft“, dessen Potential nie voll ausgeschoepft wurde. Bei der RAF wurde die Lightning (in den meisten Einheiten) relativ schnell durch McDonnell Douglas F-4 Phantom II ersetzt, welche ueber eine wesentlich hoehere Reichweite und eine groessere Waffenzuladung verfuegte. Auf der AAD 2008 hatten wir das Vergnuegen, eine Zweierformation Lightning F.Mk6 zu bestaunen, welche nach einer gemeinsamen Vorfuehrung jeweils ein Solodisplay zeigten. Eines der Highlights des Lightning displays am Samstag war das Ueberschreiten der Schallmauer. Der Ueberschallknall war zwar fuer die Besucher ein grandioses (und lautes) Erlebnis, viele Anwohner in Kapstadt sahen dies allerdings als Aergerniss, deshalb wurde am Sonntag aus Ruecksicht darauf verzichtet. Fuer Luftfahrtenthusiasten war die Vorfuehrung allerdings DAS Highlight dieser Show – Wowww!

GW08AAD088_Aerobatic teams gehoeren zu Airshows wie das Salz zur Suppe. Die ersten Teams entstanden Ende der 20er Anfang der 30er Jahre wahrscheinlich um den Corpsgeist einzelner Staffel und Geschwader zu demonstrieren. Mit den bunt bemalten Maschinen wollte man nicht nur das Koennen einzelner Piloten zeigen, sondern die militaerische Fliegerei als Ganzes darbieten. Ein Hoehepunkt dieser Art der Fliegerei war mit Sicherheit der Formations-Looping von nicht weniger als 22 Hawker Hunter im Jahr 1958 im englischen Farnborough. Formationen in dieser Groessenordnung sind heutzutage aufgrund der enormen Kosten nicht mehr durchfuehrbar. Trotzdem ist ein Aerobaticteam mit nicht ganz so vielen Maschinen aber mit einer hervorragenden Choreographie und gekonnt praesentiert von erfahrenen Piloten immer noch eines der Hauptattraktionen einer jeden Show. Dies belegte eindrucksvoll die  SAAF Silver Falcons in Kapstadt. Gegruendet wurde dieses Team bereits 1967, damals noch mit der Atlas Impala (Lizenzbau der Aermacchi MB326) ausgestattet, welche vor einigen jahren von der modernen Pilatus PC7 MkII Astra abgeloest wurde. Die PC 7 ist eigentlich eine PC9, welche mit der PT26A 25C Propellerturbine motorisiert ist. Obwohl schwaecher als die PC9 verfuegt sie trotzdem ueber hervorragende Eigenschaften als Anfaengertrainer.

RK0809AAD1770_SilverFalconsDas SAAF Silver Falcon Team wurde einen Tag vor Eroeffnung der AAD 2008 mit einem brandneuen Anstrich versehen, welches einen silvergrauen Falken auf der Unterseite sowie die Sued Afrikanische Flagge auf der Oberseite der Maschinen zeigt. Das Team besteht aus 5 PC-7 (Viererformation + 1 Solist) und begeisterte nicht nur das einheimische Publikum mit ihrem perfekt abgestimmten Display. 
Zum Schluss stellt sich fuer uns wieder einmal die Frage, wie wir diese Show im Vergleich zu anderen Events dieses Jahres bewerten sollen? Die Antwort darauf faellt uns relativ leicht und ist einstimmig: die AAD 2008 war mit Abstand die beste Luftfahrtveranstaltung, welche wir 2008 besuchen durften. Die Flugvorfuehrungen waren sehr gut arangiert – Langeweile kam nie auf. Was uns besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass die Aufteilung der Hoehepunkte (davon gab es ein Menge) sehr gut gelungen war. Bei vielen Veranstaltungen wartet man den ganzen Tag auf den Hoehepunkt, der als letzter Programmpunkt auf der Liste steht. Helikopter wechselten sich mit Kampfflugzeugen und spektakulaeren Aerobaticdisplays ab. Seltene Muster waren natuerlich auch zu sehen, dies war aber nicht entscheidend. Eine zivile Cargo-Boeing 737 irgendwo im Static Display auf einer Europaeischen Airshow wuerde kaum einen Enthusiasten hieter dem Ofen hervorlocken. Zwei Maschinen dieses Typs in enger Formation und geringer Hoehe bei einer Flugvorfuehrung zu erleben ist ein grandioses Erlebnis, welches selbst mit dem besten Foto nicht wirklich wiedergegeben werden kann.

Ein ganz besonders Lob gebuehrt aber auch der Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Sued Afrikaner. Selten hat man so ein liebenswertes und hilfsbereites Airshowpublikum gesehen, wie auf der AAD.

Aus diesen Gruenden haben wir beschlossen, der AAD 2008 auf der AFB Ysterplaat das Praedikat:

                          BESTE INTERNATIONALE AIRSHOW 2008

zu verleihen. Well done, wir kommen auf alle Faelle wieder!!!

Scott Fellows / CHK 6 UK

PS: an dieser Stelle moechten wir uns ganz besonders bei Billy Nell / PAO AAD sowie seinem gesamten Team bedanken. Ein ganz besonderer Dank geht an Hendi Bosman fuer die grandiosen Stuehle!!!

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