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Vielleicht haben die Vorfuehrungen der “Heavies” den Puls der Zuschauer
nicht in dem Masse hoeher schlagen lassen, wie es einer der modernsten Jets der Neuzeit im Tiefflug mit vollen Nachbrenner konnte oder das sonore
Brummen eines Rolls Royce Merlin vermocht haette und vielleicht waren sie auch nicht so aufregend wie die 10 Italiener, die mit Ihren Maschinen
Aeorbatik in Reinkulurur vorfuehrten. Nichtsdestotrotz verdienten die Dicken Brummen nicht nur unsere Aufmerksamkeit und vollsten Respekt.
Angefangen von der uebermaechtigen Lockheed C-5A Galaxy bis hin zur altbekannten Alenia G-222 konnte man sich gluecklich schaetzen, diese
Flugzeuge bewundern zu duerfen, egal ob im Flug oder lediglich am Boden. Auch hier konnten die Organisatoren mit eineigen seltenen Voegeln
aufwarten, wie z.B. die BAe Nimrod R1 von der No. 51 Squadron / RAF Waddington, oder der C-160G Transall
Gabriel von der EE 1/54 “Dunkerque”. Moegen diese Maschinen nicht ganz so glamoroes sein, so sind sie
umso wichtiger fuer jede Luftwaffe und/oder Armee. Ohne die Heavies koennte keine Streitmacht bestehen,
egal ob es um den Truppentransport, Transport von Guetern und Material, Verwundetentransport oder auch
um unschaetzbare Hilfe im Katastrophenfall geht. In Bezugnahme auf die diesjaehrigen Themen: U.N. 60th und Surveillance ’05, waren die Flugvorfuehrungen der meisten Heavys diesen Themen gewidmet..
Das RIAT 2005 wurde von dem groessten Flugzeug im Inventar der RAF, der
Boeing C-17 A Globemaster III eroeffnet. Fuer die Globemaster III, welche auf der RAF Brize Norton stationiert sind, ist es nur ein Katzensprung zur
nahegelegenen RAF Fairford. Insgesamt verfuegt die RAF ueber vier von Boeing geleaste Maschinen dieses Typs. Dieser riesige Transporter verfuegt
ueber eine Fluegelspannweite von 50.29m und eine Gesamtlaenge von 53.4m und wurde von der Besatzung (2 Piloten sowie ein Lademeister) beeindruckend vorgeflogen. Trotz ihrer enormen Groesse ist die
Globemaster II ein sehr leises Flugzeug, was sie ihren 4 Pratt and Whitney F117 Turbofan Triebwerken zu verdanken hat, die der Maschine eine max.
Geschwindigkeit von 648 km/h verleihen. Mit einer extrem kurzen Landung wurde das Potential auf diesem Gebiet eindrucksvoll bewiesen. Nach dem Oeffnen der Ladeluke kamen 6
Dudelsackblaeser aus dem Rumpf marschiert, welche angesichts der Groesse der Maschine wie Spielzeugsoldaten wirkten. Nachdem die Musikanten aus dem Bereich der Triebwerksabgase marschiert
waren, startete die Globemaster III wieder (und zeigte damit Ihre Kurzstarteigenschaften) um in einem
finalen Highspeed-pass und darauffolgenden Break (mit hohem Anstellwinkel - wie ein Fighter) ihr Display zu beenden.
Fat Albert, Herky Bird, Spectre, und Combat Talon, dies sind die
bekanntesten Namen fuer unsere naechste Maschine. Natuerlich ist die Rede von der Lockheed C-130 Hercules. Gemeinsam mit der Douglas C-47
ist sie ein Synonym fuer ein aussergewoehnliches Design auf dem Gebiet der Transportflugzeuge, ein Design welches seit Mitte der 50er Jahre seine
Tauglichkeit bewiesen hat. Ihren Jungfernflug hatte die C-130 im August 1954 in Burbank / Kalifornien. Obwohl das Desing wie soeben erwaehnt auf
die 50er Jahre zurueckgeht, befindet sich die Hercules nach wie vor in Produktion - ein eindeutiges Zeichen dafuer, wie erfolgreich dieser Entwurf
war und immer noch ist. Die Grundlagen fuer den Entwurf waren die Unzulaenglichkeiten aller im II. Weltkrieg gebauten und in Korea immer
noch verwendeten Modelle, welche in Bezug auf Reichweite, Transportkapazitaet, Kosten, und Zuverlaesslichkeit vieles zu wuenschen uebrig liessen. Die C-130 hat ihr Potential mehr als einmal
eindrucksvoll unter Beweis gestellt, genaugenommen von dem Moment an, wo sie bei der 463rd Troop
Carrier Wing auf der Ardmore AFB in Oklahoma im Jahre 1956 in den aktiven Dienst gestellt wurde. Allein die
Statistiken sagen schon alles aus: ueber 20 Millionen Flugstunden, im Dienst in mehr als 60 verschiedenen
Laendern, das kampfstaerkste Offensivflugzueg aller Zeiten (“Spectre”), in Produktion fuer vielleicht weitere
60, 70 oder noch mehr Jahre? Beim diesjaehrigen Air Tattoo wurden einige besonders interessante Maschinen gezeigt, unter anderem C-130 J der US Coast Guard, eine C-130 H der Royal Jordanian Air Force,
eine Royal Danish C-130 J, und eine C-130 E der US Air National Guard, um nur einige zu nennen. Das Flying
Display wurde von einer C-130 J C5, des Lyneham Transport Wing bestritten und war, wie nicht anders zu erwarten, spektakulaer!
Die Organisatoren des Royal International Air Tattoo haben stets ein paar
spezielle Highlights fuer die unzaehligen Flugzeugenthusiasten in der Hinterhand. Das RIAT 2005 macht hierbei keine Ausnahme und sehr zur
Freude vieler war das Highlight in diesem Jahr eine Flugvorfuehrung einer knallgelben Boeing 757SF (SF = Special Freighter, eine Umbau basierend
auf der 757-200 Serie) des Logistikunternehmens DHL. Gegruendet wurde dieses Unternehmen bereits im Jahre 1969 den Herren Adrian Dalsey, Larry Hillblom and Robert L
ynn. Seit dem Jahre 2002 gehoert die Firma zu 100% dem deutschen Unternehmen Deutsche Post World Net. Die Boeing 757 Flotte besteht zur Zeit aus 34 Maschinen und ist auf den Flughaefen von
Bruessel und East Midlands Airport beheimatet. of the Boeing 757 based in both Brussels and East Midlands Airport. Die Leistungen der 757SF sind durchaus beeindruckend:
Reichweite: 4630 km, Nutzlast: 27,216 kg
Der Rockwell B-1B Lancer wurde aus der B-1A entwickelt, welche
urspruenglich dafuer vorgesehen war, den B-52 Bomber als strategischer Nukleartraeger zu ersetzen. Das Programm wurde allerdings unter der
Carter-Administration gestrichen (1977). Nichtsdestotrotz ging das Flugtestprogramm mit den vier Prototypen bis ins Jahr 1981 weiter. Unter Ronald Reagan wurde das Programm erneut aufgenommen, allerdings
hatte sich die Anforderungen drastisch geaendert. Neue Einsatzparameter (Tiefflug mit verringerter Radarsignatur, flexible erweiterte Waffenzuladung)
verursachten einschneidende Aenderungen in der Konstruktion. Diese fuehrten auch zu Aenderungen im aeusseren Bereich der Maschine (z.B.:
wurden die Lufteinlaeufe der General Electric F-101-GE-102 Turbofans komplett redesigned). Aufgrund dieser Aenderungen sank die max. Geschwindigkeit von Mach 2.0+ auf Mach
1,2+. Die Maschine ist in der Lage, tief in Feindesland einzudringen und eine groessere Waffenzuladung mitzufuehren, als jeder andere konventionelle Bomber es je vermochte. Das Waffenspektrum reicht von
ungelenkten Bomben bis hin zu Praezisionswaffen und Crusie Missiles Der erste B-1B flog im Oktober 1984,
die volle Einsatzfaehigkeit erzielte man 1986. Die letzte Lancer wurde im Jahr 1988 an die Air Force
ausgeliefert. Die diesjaehrige Vorfuehrung war leider bei weitem nicht so spektakulaer, wie man es sonst
von dieser formschoenen Maschine gewohnt ist, trotzdem ist es stets beeindruckend eine B-1B in der Luft zu sehen.
Die Boeing B-52 H Stratofortress ist der Inbegriff des strahlgetriebenen
schweren Bombers schlechthin. Lange Jahre war sie das Rueckgrad der Strategischen Bomberstreitmacht (SAC = Strategic Air Command) der
Vereinigten Staaten und obwohl der Kalte Krieg de facto zu Ende ist, gibt es fuer dieses Urgestein immer noch einiges zu tun. Die BUFF, wie sie auch
genannt wird, hatte ihren Erstflug 1954 und ist seit 1955 im Dienste der Air Force. Die aktuell eingesetzte H-Version stammt aus dem Jahr 1962 und
wird aller Vermutung nach bis mindestens 2040 im Dienst bleiben. Es wurde darueber debattiert, ob man die veralteten 8 Pratt & Whitney TF-33-P
-3/103 Turbofans gegen neue modernere und vor allem effizientere Triebwerke austauschen sollte, doch bis dato hat sich in dieser Richtung
nichts getan, wie jedermann an den riesigen Rauchfahnen, welche aus dem achtstrahligen Koloss rauskommen, sehen kann. Die Boeing B-52 ist kein Fremder in der Gegend um Gloucestershire, wurde doch
die RAF Fairford als operative Basis fuer diesen schweren Bomber verwendet. Reine Fakten und Daten wirken immer leblos und wurden auch schon unzaehlige Male aufgezeigt, trotzdem hier ein paar
beeindruckende Informationen ueber eine Maschine, welche von Piloten geflogen wird, die noch nicht einmal auf der Welt waren als sie gebaut wurde:
6 Schleudersitze (fuer jedes Besatzungsmitglied einer), Leergewicht - 185,000 lbs (83,250 kg), Max. Abfluggewicht: - 488,000 lbs (219,600 kg),
Reichweite (ohne Auftanken) - 8800 miles (14,162 km), max. Geschw. – Mach 0.86 (1040 km/h)
Scott Fellows / Chk 6 UK
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